Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 03.02.2012 um 14:38 Uhr

SPD will Anspruch auf das Arbeitslosengeld I ausweiten

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus Heil, hat sich für verbesserte Bedingungen beim Bezug des Arbeitslosengeldes I ausgesprochen.

In der „Passauer Neuen Presse“ (PNP) plädierte er dafür, dass Erwerbslosen künftig schon dann ein Anspruch auf Auszahlung des Arbeitslosengeldes I zusteht, insoweit sie innerhalb der letzten 3 Jahre vor dem Jobverlust 12 Monate in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. „Wir wollen verhindern, dass immer mehr Menschen, die gearbeitet haben, sofort in Hartz IV fallen“, erklärte Heil im PNP-Gespräch. Er fügte hinzu, dass die SPD-Bundestagsfraktion momentan einen entsprechendenen Antrag vorbereite, um der jetzigen Entwicklung entgegenzuwirken. So würde mittlerweile jeder vierte Erwerbslose umgehend in das Hartz IV System rustchen.

Nach derzeitiger Gesetzeslage müssen Arbeitnehmer innerhalb der letzten 2 Jahre vor Beginn der Arbeitslosigkeit über 12 Monate hinweg Beiträge zur Arbeitslosenversicherung geleistet haben, um in den Genuss des Arbeitslosengeldes zu kommen.

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bisher 10 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Ossi am 5. Februar 2012 um 21:21 Uhr

    1. Januar 2005…

    Das verflixte siebente Jahr liebe sozial Demokratie?
    Oder ein verfrühter Aprilscherz?

    Ach nee, nächstes Jahr sind ja wieder Bundestagswahlen..

    • pine am 7. Februar 2012 um 18:44 Uhr

      Was sollen Sie eigentlich tun, die Sozialdemokraten? Weiter so wie bisher und als Verräter des kleinen Arbeiters gelten, oder ein bißchen sozialdemokratischer werden und damit ihre wirtschaftspolitische Inkompetenz beweisen? Nur für den Fall, daß sie die linken als brauchbare Alternative zur SPD ansehen, ich könnte sie nicht wählen, weil mir zumindest einzelnde Gestalten mehr als suspekt erscheinen. Frau Lötschs Äußerung über Wege zum Kommunismus ist da genausowenig hilfreich wie diese verunglückte Grußadresse an Herrn Castro. Was kommt dabei heraus? Ein nicht koalitionsfähiges, auf ewig gespaltenes linkes Lager und damit eine zementierte, gelegentlich von großen Koalitionen unterbrochene, bürgerliche Mehrheit mit weiterem Sozialabbau. Na herzlichen Glückwunsch.

  2. Schildkröte am 7. Februar 2012 um 15:05 Uhr

    Wenn dieser Vorschlag eine Verbesserung für die arbeitslos gewordenen Arbeitnehmer sein soll, dann denke ich an Pinoccio. Jetzt muss ich in 2 Jahren 12 Monate eine beitragspflichtige Arbeit nachweisen, um dann 6 Monate, bei längerer Arbeitszeit staffelt es sich höher, ALG I zu beziehen. D. h. Wenn ich im Sommer jedes Jahres eine halbjährige Saisonarbeit (z. B. Rettungsschwimmer) ausübe, dann bekomme ich alle 2 Jahre abwechselnd 6 Monate ALG I bzw. Hartz IV. Wie ist dann aber die neue Berechnung? Wie wird die beitragspflichtige Arbeit angerechnet – unter welchen Aspekten? Wie wird aufgeteilt? Hier werden wieder einmal Birnen mir Äpfeln vermischt und die Katze im Sack verkauft. Also, schon wieder eine vorgeschlagene Mogelpackung von einem willigen Parteiaufsteiger.

  3. Streetfigther am 8. Februar 2012 um 12:28 Uhr

    http://www.sozialticker.com/duckhome-entschminkt-die-hartz-iv-spd_20120208.html

    Wer hat uns verraten?
    Wer hat nichts daraus gelernt?An Scheinheiligkeit ist diese Truppe wohl unübertroffen!!

  4. Streetfigther am 8. Februar 2012 um 12:37 Uhr

    Das ist Deutschland!
    http://zb-s-magazin.cwsurf.de/wordpress/?p=39729
    Da kann ich dem Beitrag nur zustimmen und schließe mich ausdrücklich Birgit an!!

  5. Streetfigther am 8. Februar 2012 um 13:05 Uhr

    Nicht nur das hat die SPD mit Hartz IV zu verantworten!
    http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/2/0,3672,8471234,00.html

  6. adele am 8. Februar 2012 um 19:14 Uhr

    mir scheint, dass Herr Heil die Masche der Zeitarbeitsfirmen nicht kennt. diese vergeben nur für maximal 6 Monate (real nur 3 Monate) Aufträge von Den betroffenen Firmen. Sollte ein Arbeitnehmer seinen gerechten Lohn oder gesetzlich garantierten Urlaub einfordern, wird er kurzerhand rausgeworfen. Lt Fernsehbericht vom 07.02.2012!! Bei derart unseriösen Geschäftspraktiken ist es eine Illusion zu glauben, dass jemals ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis .zustande kommt. …Also Herr Heil lassen sie bitte dieses verlogene Wahlkamfgerede : es glaubt sowieso keiner ernsthaft, dass das was hier noch versprochen wird überhaupt angegangen und umgesetzt wird.

  7. dasty4711 am 10. Februar 2012 um 16:53 Uhr

    Ich beziehe ALG-II,und habe ein Nebenjob auf 400 .-Euro Basis +100.-Euro Bereitschaftsgeld.
    FRAGE:? Was bleibt für mich übrig? Wird mein Bereitschaftsgeld mit angerechnet?
    Würde mich freuen eine genaue Angabe zu bekommen,wenn es geht mit §.
    VIELEN DANK !!!

    • bla am 13. Februar 2012 um 00:09 Uhr

      Beides ist Einkommen, kein Zufluß.
      Das bedeutet, die ersten 100€ deines Einkommens (Name egal) darfst du ganz behalten, vom Rest 20%.
      Ergibt bei dir 180€ zum behalten. Du bekommst aber für 500€ Verdienst Rentenanspruch. Lohnt sich doch insgesamt auch!

    • Brian am 13. Februar 2012 um 14:20 Uhr

      Frag beim Jobcenter nach! Eine rechtsverbindliche Antwort kannst Du hier nicht erwarten!

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