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Arbeitsvermittler flüchten vor bevorstehender Jobcenter-Reform

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 07.08.2009 um 20:10 Uhr

Nach einem Bericht der “Financial Times Deutschland” (FTD) suchen sich derzeit viele Arbeitsvermittler der Jobcenter neue Arbeitsstellen.

Grund hierfür ist die im Dezember 2007 durch das Bundesverfassungsgericht festgestellte Verfassungswidrigkeit der derzeitigen Mischverwaltung aus Kommunen und Arbeitsagenturen in Form der sogenannten Jobcenter.

Bis Ende 2010 muss nach Vorgabe der Verfassungsrichter eine Reform der Jobcenter durchgeführt werden. Erfolgt dies nicht, werden Kommunen und Arbeitsagenturen zwangsläufig wieder getrennt und bis auf weiteres in Sozial- und Arbeitsämter zurückverwandelt.

Da sich die Politik immer noch nicht auf ein neues Modell einigen konnte, machen sich unter den Jobcenter-Mitarbeitern Zukunftssorgen breit. Viele suchen sich daher einen neuen, ihrer Meinung nach sichereren Arbeitsplatz.

“Verunsicherte Mitarbeiter verlassen derzeit die Jobcenter”, erklärte ein Experte des Städte- und Gemeindebundes (DStGB) gegenüber der FTD. Er hoffe, dass die Bedeutung und Eilbedürftigkeit erkannt werde. Grund zur Panik bestünde jedoch noch nicht.

“In der Regel sind es die qualifizierten Mitarbeiter, die sich was Neues suchen. Wir haben Schwierigkeiten, entsprechenden Ersatz zu finden”, äußerte der Kasseler Stadtkämmerer Jürgen Barthel in diesem Zusammenhang.

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bisher 14 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Flynn  (Website)  am 8. August 2009 um 07:13 Uhr

    Sorry meine Schadenfreude in diesem Fall, ist sonst nicht mein Ding, aber hierzu kann und möchte ich nur sagen … „Jawoll! Jetzt geht denen auch mal der Hintern auf Grundeis. Hoffentlich nicht zulasten der Arbeitslosen (höhere Warte- und Bearbeitungszeiten)?“.

    TOLL!

  2. adele am 8. August 2009 um 15:50 Uhr

    Ich kann nur hoffen, dass die Verfassungsrichter zum Zuge kommen. Denn das bisherige System der Arbeitsvermittlung hat sich seit Einführung als “Hemmschuh” bei der Arbeitsplatzsuche erwiesen.

    Das seit mehreren Jahrzehnten bewährte 3-Stufen-System:Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe war und ist die wirtschaftlich und sozial richtige Aufteilung der Bezugsgruppen von Transferleistungen.

    Es bringt den Arbeitslosen- und Suchenden überhaupt nichts, wenn sich Politiker wieder auf irgend ein “personenbezogenes Modell (Konzept) ,Hartz,Rürup, Riester”u.v.m. einigen.
    Es würde unseren Verfassungsorganen und der Bundesrepublik gut tun, wenn endlich mit Weitsicht und klarem Verstand vorher überlegt wird, wie ein langfristiges und von allen Beteiligten /Betroffenen tragfähiges System ettabliert werden kann.

    §1 des Grundgestzes: die Würde des Menschen ist unantastbar, sollte in den diversen Amtsstuben nicht nur auf dem Papier stehen, sondern mit Bedacht auch in den Alltag integriert werden.

  3. Ossi am 8. August 2009 um 19:06 Uhr

    netter text adele.

    nur wird sich nichts ändern, und zum vorteil von der unterschicht schonmal gar nicht.
    die zeiten von sozialer marktwirtschaft, wenn es sie denn gab, sind vorbei!
    nun gehts um die “neue soziale marktwirtschaft” die sogar von prominenten politikern unterstüzung geniest. diese “neue soziale marktwirtschaft” ist eine initiative diese bezweckt, dass personenbezogene modelle wie harz, rürup und rister gewollt und erwünscht sind. das nennt man privatisierung, eigenvorsorge und selbstverantwortung.
    diese initiative war auch für “du bist deutschland” und sprüche wie “sozial ist was arbeit schafft” verantwortlich.
    das prinzip ist liberale kapitalistische politik. es sollen nur die bestehen können, welche mindestens dem oberen mittelstand erwirtschaften.
    hier ist auch ein link zu dem thema , falls es dich interessiert:
    was hat die politik mit uns vor?

    http://www.youtube.com/watch?v=57aaqtyEzOQ

    die, welche sich am sytem harzIV beteiligt haben, also unrecht durchgesetzt hat, der bekommt von mir kein mitleid.

  4. Daniela Petry  (Website)  am 11. August 2009 um 13:48 Uhr

    Wers glaubt, wird selig……

  5. Fluppi am 11. August 2009 um 14:58 Uhr

    Ich kann mir vorstellen, dass sich nichts ändert – oder etwas zum Schlechteren. Denn wenn die sich trennen, dann ist es eben nicht mehr das JobCenter, ARGE…, die einen in EEJs und Maßnahmen stopfen, sondern das Sozialamt (das man ja früher auch am Hals hatte, plus das AA noch zusätzlich). Anders ausgedrückt, ich glaube, die Namen und Zuständigen werden sich ändern – aber nicht die Methoden.

  6. güntzel teiner am 11. August 2009 um 15:31 Uhr

    diese nichttätigkeit der politik zur durch setzung des gerichtsurteils birng schaden für alg 2 empfänger und mitarbeiter der job-center.wahlkampf ist eben für politiker wichtiger als arbeit für den staat d.h. sinnvolle gesetze beschliessen.

  7. Monika am 11. August 2009 um 15:45 Uhr

    Naj , die einzigsten die dabei verdienen sind unser sogenannten Politiker ,wir kleinen bleiben immer auf der Strecke egal wie.

  8. Monika am 11. August 2009 um 15:46 Uhr

    Oh sorry soll Naja heisen

  9. Globetrotter am 11. August 2009 um 16:05 Uhr

    Einen Job bei einer ARGE stelle ich mir prekär vor. Man muss schon ziemlich verzweifelt oder beruflich entwertet sein, um dort in einem Job dauerhaft auszuharren. Furchtbar!

  10. Carola am 11. August 2009 um 17:36 Uhr

    Also jetzt verstehe ich eins nicht. Ich dachte verfassungswiedrig sind die ARGEN laut Zeitungen und Verfassungsgericht und nicht die Jobcenter.

    Also ein steht auf jeden Fall fest.Wenn es wieder getrennt wird, das Gesetz wird bleiben, dann bearbeiten es halt das Sozialamt oder das Arbeitsamt.Wenn hier Jeder denkt es wird dann besser. Falsch gedacht.Das Gesetz ist schon lange kein Modell mehr.

  11. adele am 11. August 2009 um 17:57 Uhr

    @ Ossi,

    vielen Dank für deinen Hinweis auf den Link “was hat die Politik mit uns vor?”

    Der Grundgedanke von Ludwig Erhardt war, dass jeder der sich an der Entwicklung der sozialen Marktwirtschaft beteiligt, – gemeint sind nicht nur Ökonomen und sonstige Fachleute, – sondern jeder einzelne Bundesbürger mit seiner täglichen Arbeit zum Gelingen des sozial abgesicherten Arbeits- und Wirtschaftsmarktes beiträgt.

    Ein Marktwissenschaftler hat es richtig erkannt, dass wir seit Ende der 70ern, blindlinks die “freie Marktwirtschaft” Amerikas in uns aufsaugen ohne vorher zu überlegen, ob dieses System des großen Kontinents überhaupt in den europäischen Wirtschaftsraum passt.
    Spätestens jetzt, seit der Immobilienkrise muss doch deutlich sein, dass die Demokratie und das Wirtschaftsleben in Amerika zwei geteilte Elemente sind.

    Wirschaftsleben:
    1. schnell, rassant,beflügelt, aber jede überzogenen Erwartungen von Spekulanten und Immobilienhaien gefährten ´über Nacht ein globales Wirtschaftsimperium.

    Demokratie
    2. das Mehrparteien-System an sich ist in Ordnung, aber
    eines stört mich , dass lokale Politiker Senatoren u.a. sich nur kurz vor den Wahlen, den Sorgen und Nöten der Wähler hingebungsvoll widmen. Doch Sie verlieren kein Wort darüber, wie Sie den Bürgern “ALLER SCHICHTEN” , eine Sozialversicherung anbieten und einführen werden, die solidarisch finanziert wird.

    Genau das würde dem gesamten amerikanischen Volk gut tun. Wir könnten in soweit davon profitieren, als dass unsere Politiker und Wirtschaftsbosse keine Ausflüchte mehr vorbringen könnten: in Amerika arbeiten Leute noch unterhalb unserer Sozialhilfe.
    Zusammengefasst heißt das: UNSERE POLITIKER MÜSSEN IN ERSTER LINIE UNSERE EIGENEN INTERESSEN aller Bürger vertreten und einlösen, bevor sie sie sich auf globale Finanztransaktionen einlassen.

  12. Angie am 13. August 2009 um 23:41 Uhr

    1. wirtschaftsleben:
    das prinzip vom kapitalismus ist profit um jeden preis.
    am meisten ärgert mich das viele menschen gar nicht begreifen, dass das geld was im umlauf ist nicht dem jeweiligen staat gehört.wir leben alle auf pump, weil es mehr virtuelles geld gibt als scheine und münzen. die mit dem bewustsein für diese tatsache machen uns genau mit diesem wert zu sklaven.
    kennst du vielleicht den link hier?
    ist eine dokumentation zum thema geld, wie es funktioniert und wem es gehört.

    2.demokratie:
    beinhaltet für mich auch freiheitlichkeit. amerika geht was das betrifft wohl mit dem schlechtesten beispiel vorran.
    jemand der sich selber freiheit in die verfassung schreibt, sollte wohl kaum in andere ländereinmarschieren und denen versuchen etwas aufzudrängen, was dort nicht gewünscht ist.
    aber warum gibt es krieg?
    wieder zu
    1. wirtschaftsleben:

    und zurück zum goldschmied farbian….
    es gibt krieg, weil es wirtschaftlich ist, krieg kostet geld für waffen, logistik und wiederaufbau, vorausgesetzt das krieg enden soll, bringt schließlich geld wenn noch mehr waffen gebraucht werden und immer wieder aufgebaut werden muss. wie zahlt man das?
    richtig, schulden…huch…schulender zahlen doch zinsen!
    ja eben und nicht nur zinsen, sondern auch zinses zinsen ;)

    kreislauf ebend….aber wer bekommt schulden zurück, die zinsen und die zinseszinsen?
    würde der doller amerika gehören, wäre amerika doch ziemlich reich, oder?
    aber warum bitte müssen die und andere sich geld leihen um weiter krieg zu machen zu können, wenn der topf leer ist?
    und wenn amerika kein geld zurückzahlen kann, womit werden die schulden bezahlt?
    doch nicht etwa mit aus steuergeldern finanziertes staatseigentum?

    okay…ich beende an dieser stelle mal dieses thema und stelle die these in den raum, das medien die gefährlichste waffe sind die jemand besitzen kann. wer die medien beherrscht manipoliert die massen..und wie man an harz IV erkennt,macht die masse die meinung…
    noch nen tip…

    http://video.google.com/videoplay?docid=1338572241371195960

  13. Angie am 13. August 2009 um 23:43 Uhr

    http://video.google.com/videoplay?docid=-2537804408218048195 der erste link, den hatte ich vergessen.

  14. karlo am 8. Dezember 2009 um 12:46 Uhr

    …im Prinzip haben alle Recht, nur was wollen wir eigentlich ? wollen wir gegen die Unmenschlichkeit der Behörden speziell die der ARGEN kämpfen und unsere Grundrechte sichern ??…oder wollen wir alle wirklich einmal versuchen miteinander unsere Medien davon zu überzeugen, dass das Volk, die einfachen Bürger die Macht sind, nicht die manipulierten Zielgruppen dieser DSDS und TOPMODELL und / oder GZSZ, schlag den Raab, die Ludolf’s und ähnlichen Schwachsinn, dass sind wir nicht, aber an diesem Beispiel kann man erkennen, wie schön man die Massen manipulieren kann…, gib dem Volk Brot & Spiele…, na mit Brot hapert es noch.., dafür hat es ja die Spiele…, nur wie weit wollen wir und das alles noch gefallen lassen…, wieder wie die Schäfchen schön blöcken und dann ab in den Stall…? Schöne Adventszeit….!!

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