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Expertenstreit über regional gestaffelte Hartz IV Sätze

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 11.11.2009 um 08:38 Uhr

Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans- Werner Sinn, sorgt mit der Forderung nach regional gestaffelten ALG II Regelsätzen für Aufsehen.

“Es kann nicht sein, dass der Hartz-IV-Empfänger in Ostberlin dasselbe kriegt wie der in Hoyerswerda, obwohl er in Berlin mehr für die Lebenshaltung bezahlen muss“, erklärte der Wirtschaftsforscher im Interview mit der “Financial Times Deutschland“. Folglich müssten die Sätze regionalisiert und an das örtliche Preisniveau angepasst werden.

Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Ulrich Blum, ist ganz anderer Meinung. Blum zufolge drohe bei tatsächlicher Umsetzung solcher Gedankenspiele eine Migration aus Regionen mit geringeren in solche mit höheren Regelsätzen. “Gesamtwirtschaftlich endet das in einem ökonomischen Fiasko”, ist der
IWH-Chef überzeugt.

Das Bundesarbeitsministerium reagierte auf Sinns Vorschläge distanziert: Die Überlegungen Sinns entsprächen nach Aussage einer Sprecherin nicht dem Regierungshandeln.

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bisher 6 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Sven am 11. November 2009 um 12:46 Uhr

    der Sinn redet und schreibt seit Jahren nichts als Un-Sinn.
    Da fragt man sich, wer heutzutage so alles Professor wird.

    Will er für jeden Ort und jede Stadt eine eigene Bemessungsgrenze ?

    Etliche Argen sind doch jetzt schon interlektuell überfordert mit den Gesetzen und Verwaltungvorschriften

  2. michl am 11. November 2009 um 13:48 Uhr

    Gestaffelte Harz IV Sätze.

    Also die Lebenshaltungskosten sollen in Berlin höher sein als im Osten oder kleineren Orten. Eigenlich wird umgekehrt ein Schuh draus, denn in Berlin sind die Angebote durch eine größere Konkurenz vielfältiger und somit günstiger.
    Aber man braucht im Fernsehen nur Sendungen anschauen in denen der Herr Sinn seinen Mist herauslabbern darf und man merkt, wie nah sich SINN UND UNSINN sind.

  3. Ossi am 12. November 2009 um 10:34 Uhr

    auf die idee regional gestaffelte politiker-diäten, managergehälter und boni-zahlungen zu zahlen kommt irgendwie keiner…

  4. red flesh  (Website)  am 12. November 2009 um 20:36 Uhr

    ausgehend von der beobachtung, dass löhne und gehälter sehr wohl regionale unterschiede aufweisen könnte man herrn sinn recht geben. zählt man jedoch den zusätzlichen verwaltungsaufwand und regional unterschiedliche wettbewerbssituationen hinzu, dürfte das endergebnis im (aller-) besten falle plus/minus null lauten.
    wie heisst es doch so schön: von den letzten drei rezessionen haben ökonomen acht vorausgesagt. in diesem sinne ergibt sinns sinnieren bestimmt sinn…

  5. Steini am 13. November 2009 um 12:26 Uhr

    Politiker versprechen vor der Wahl was sie eh nie halten können ,das einzigste das ihre löhne steigen ,mein vater sagte schon ; ARME WERDEN ÄRMER und REICHE IMMER REICHER ,deutschland stirbt warum ? in den Nachrichten sollte mal über die finantzen von politikern gesprochen werden ,bezahlenen die steuern und wenn wieviel und was können die alles absetzten????

  6. Hans Josef Schuetz ( corsacarm ) am 17. November 2009 um 16:21 Uhr

    Hallo zusammen,

    eine regionale Aufteilung der Regelsätze ist vom Preis – Leistungsverhältnis abhängig, und somit eigentlich nicht schlecht………..
    Jedoch müssten die Regelsätze weiter unterteilt werden, und zwar sollten ausserdem die Berufsjahre berücksichtigt werden.
    Ferner müssten die Regelsätze für Miete/Zinszahlung,
    Nebenkosten und sonstige Aufwendungen entsprechend berücksichtigt werden.
    Bei Hauseigentümern werden Nebenkosten festgelegt, die in keinem Verhältnis zum Regelsatz von Hartz passen.
    Es ist verwunderlich, dass keine Hartz 4 Empfänger auf die Barrikaden gehen wie z.B. die Franzosen.
    Ordentlich angemeldet, kann gar nichts passieren.
    Das Ärgerliche ist: Die Leute, die über Hartz 4 irgentwelche Bestimmungen machen oder irgentwelche dummen Sprüche loslassen, sind gar nicht in der Lage mitzusprechen, weil Sie selbst in einem festen Arbeitsverhältnis stehen.
    Ich kann nur Hoffen, dass der Groschen fällt, und eine erneute Verschuldung denen zu gute kommt, die es verdienen.

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