www.sozialleistungen.info

Jetzt kostenlos anfordern und wöchentlich die aktuellsten News bequem per E-Mail erhalten [mehr erfahren]

Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängert

Nachricht zum Thema sonstige Sozialleistungen vom 20.05.2009 um 15:06 Uhr

Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 24 Monate beschlossen. Die Bundesregierung folgte somit einem Vorschlag von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD). Bisher lag die maximale Bezugsdauer bei 18 Monaten.

Außerdem einigte sich das Kabinett darauf, das Kurzarbeitergeld für die Arbeitgeber noch attraktiver zu machen. In Zukunft werden den Arbeitgebern die Sozialversicherungsbeiträge für ihre Kurzarbeiter ab dem siebten Monat in vollem Umfang von der Bundesagentur für Arbeit erstattet.

Die Neuregelung erntet teilweise heftige Kritk. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärte der FDP-Generalsekretär Dirk Niebel: “Damit wird lediglich Sand in die Augen der Menschen gestreut. Die Verlängerung soll ein Gefühl der Sicherheit geben, das der Realität nicht standhält.”

Kurzarbeitergeld sei seiner Meinung nach zwar kurzfristig ein hervorragendes Instrument zur Arbeitsplatzsicherung. “Aber es ist auch eines der teuersten arbeitmarktpolitischen Instrumente, die wir haben. Sowohl für den Staat als auch für die Unternehmen,” fügte Niebel hinzu.

diese Nachricht jetzt Freunden empfehlen
bisher 7 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Lutz  (Website)  am 21. Mai 2009 um 09:43 Uhr

    Wenn die Anzahl der Erwerbstätigen auf 40 Millionen gesunken ist, wird sich die Zahl dann noch mehr unterbieten, wenn die Kurzarbeit ausläuft. Einen Großteil der dann enstehenden Sozialkosten und der bisherigen Übernahme der Sozialleistungen, holt sich die Bundesregierung über Sanktionskeulen dann wieder rein.
    Geringer ausgezahlte Löhne wirken dann auch vortrefflich mindernd bei der ALG Berechnung. So mancher Kurzarbeiter kann sich dann um Nichtarbeit bei der ARGE bewerben, für einen Euro in der Stunde. Bitte aber vorher eigenes Vermögen vernichten und in Wohnraum umziehen, der den ARGEN dann genehm ist …

  2. hallo36 am 26. Mai 2009 um 18:06 Uhr

    Da ich in der Metallindustrie tätig bin, hat es mich unmittelbar getroffen. Seit Mitte Januar d. J. bin ich in Kurzarbeit. Ich bin völlig freigestellt. Was für mich bedeutet, dass ich anstatt mit 1100,00 Euro von jetzt auf gleich mit 770,00 Euro auskommen muss. Das entspricht dem für mich geltenden ALG I Satz inkl. Wohngeld. Insgesamt habe ich für den Bezug der zusätzlichen staatlichen Leistungen, auf welche ich zwingend angewiesen bin, etwa 10 Wochen gebraucht. Da das Unternehmen, in welchem ich arbeite, nicht in der Lage war, aufgrund der wirtschaftlichen Lage, mir eine vorläufige Verdienstabrechnung für 2009 erstellen. Kurzarbeit ist aus meiner Sicht nur eine Möglichkeit, für relativ kurze Zeit Engpässe zu vermeiden. Ich sehe es außerdem so, dass der Arbeitgeber hier noch die Möglichkeit hat zu sparen. Schließlich bekommt er doch die Vergütung für den jeweiligen Arbeitnehmer von der Arbeitsagentur erstattet. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass manches Unternehmen diese Möglichkeit nutzt, nicht weil die Auftragsbücher leer sind, sondern um Kosten zu sparen. Weiter bin ich der Auffassung, dass es für Menschen wie mich die Möglichkeit geben sollte, mich weiterzubilden mit staatlicher Unterstützung. Nicht erst dann, wenn es zu spät ist und ich keinen Arbeitsplatz mehr habe.

  3. uwe tammen am 27. Mai 2009 um 07:41 Uhr

    kurzarbeit ist keine lösung, weder kurz- noch langfristig.

    es wird einfach vergessen, dass die kurzarbeit urch steuergelder finanziert wird, wobei die gewinne der unternehmer garantiert werden.

    wer ein bisschen nachdenkt, der kann sich ausrechnen, das die arbeitgeber ie kurzarbeit als gewinnbringend einstufen und bei wenioger lohnzahlung die gleiche leistung fordern, wenn auch etwas umverteilt.

    den maschinen unterliegen einer ausloastungsquote und die ist so errechnet das 75 % auslastung gleich 100 % rentabilität bedeutet.

    also liebe leute enkt mal darüber nach, das cdu und spd, den arbeitgeber praktisch die schulden der kinder von morgen, heute schon auszahlt.

    ist das geld alle, wird der betrieb geschlossen dann haben die künftigen menschen die heutigen schulden immer noch abzutragen.

  4. uwe tammen am 27. Mai 2009 um 07:42 Uhr

    kurzarbeit ist keine lösung, weder kurz- noch langfristig.

    es wird einfach vergessen, dass die kurzarbeit urch steuergelder finanziert wird, wobei die gewinne der unternehmer garantiert werden.

    wer ein bisschen nachdenkt, der kann sich ausrechnen, das die arbeitgeber die kurzarbeit als gewinnbringend einstufen und bei weniger lohnzahlung die gleiche leistung fordern, wenn auch etwas umverteilt.

    den maschinen unterliegen einer auslastungsquote und die ist so errechnet das 75 % auslastung gleich 100 % rentabilität bedeutet.

    also liebe leute enkt mal darüber nach, das cdu und spd, den arbeitgeber praktisch die schulden der kinder von morgen, heute schon auszahlt.

    ist das geld alle, wird der betrieb geschlossen dann haben die künftigen menschen die heutigen schulden immer noch abzutragen.

  5. Andy am 29. Mai 2009 um 13:59 Uhr

    Kurzarbeit wird nicht durch Steuergelder, sondern durch die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung finanziert!

  6. bernd am 4. Juni 2009 um 11:27 Uhr

    also meine firma hat eine kleine flaute(bauhauptgewerbe)
    und meldet nun kurzarbeit an .
    an sich eine gute sache ,aber wenn ich mir überlege das mein chef jetzt 6 monate kurzarbeit anmeldet und danach in der saison kurzabeit landet(altes schlechtwettergeld)hat er alle möglichkeiten unbeliebte mitarbeiter aus dem betrieb zu drängen.
    den 1000 euro reichen eben nicht aus um zu überleben.
    (null kurzarbeit).
    kündigen geht dann auch nicht ,3monate sperre.und wohin soll mann auch gehen .
    bleibt also nur die privat pleite.
    der einzige der gewinnt ist die firma und bezahlt wird sein wirtschaftliches risiko vom arbeitsamt.
    das ist keine lösung .

  7. Jenny am 6. April 2010 um 11:47 Uhr

    Wir haben jetzt seit knapp 16 Monaten Kurzarbeit angemeldet (Medienbranche) und es hat uns das Überleben bisher gesichert. Ohne hätten wir bereits unsere Pforten geschlossen. Sobald die Auftragslage bei uns wieder besser ist, werden wir keine Kurzarbeit mehr einreichen. Bis diese (doch sehr lange) Durststrecke überstanden ist, werden wir dieses Instrument der Arbeitsplatzsicherung weiter nutzen.
    Ich denke KUG wird viel missbraucht und falsch verwendet. Uns hat es aber das Überleben ermöglicht. Und alle Arbeitnehmer plus die Geschäftsführung sind sehr dankbar dafür.

eigenen Kommentar hinterlassen


» eigene Webseite angeben?

» eigenes Facebook-Profil angeben? (Vanity-Name oder Profil-ID)

VGW 907
meistgelesene News
meistkommentierte News
Interesse an...
jetzt eigenen Kommentar abgeben