Comeback von Peter Hartz gescheitert
Das Comeback des “Arbeitsmarktexperten” Peter Hartz kann als gescheitert angesehen werden. Der Mann für alle Fälle hatte ein Programm entwickelt, mit dem Langzeitarbeitslose geholfen werden sollte, einen Arbeitsplatz zu finden.
Der geplante Test dieses Arbeitsmarktkonzepts im Bundesland Saarland kommt nunmehr nicht zustande. Die für den gestrigen Donnerstag angedachte Präsentation des Konzepts in der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit wurde kurzfristig abgesagt.
“Die bundesweite Berichterstattung in Vorfeld war zu negativ”, äußerte ein Sprecher der Regionaldirektion. Die Rückkehr des Mannes, der nicht vor allzu langer Zeit im Zuge des Skandals um Lustreisen und andere Vergünstigungen für VW-Betriebsräte zu einer Bewährungsstrafe von 3 Jahren verurteilt wurde, war sowohl bei der FDP als auch bei Arbeitslosen auf heftige Kritik gestoßen.
FDP-Generalsekretär Dirk Niebel erklärte in einer in Hamburg erscheinenden Zeitung: “Herr Hartz ist angesichts seiner Vorgeschichte der letzte, der mir als Motivationstrainer für Langzeitarbeitslose einfällt.” Ähnlich reagierte der Sprecher des Erwerbslosen Forums Deutschland, der sich wie folgt äußerte: “Wir gehen davon aus, dass Peter Hartz Lustreisen für Langzeitarbeitslose und deren Coachs in seinem Konzept nicht vorgesehen hat”.
- Peter Hartz peilt Comeback an
- Peter Hartz meldet sich mit neuem Arbeitsmarkt-Konzept zurück
- CSU gibt Peter Hartz eine zweite Chance
am 15.12.2008 um 14:07 Uhr
Kommentar
Die Saarbrücker sind keine Versuchskaninchen, mit denen Peter Hartz herum experimentieren kann – ‚Saarbrücken macht mobil!’ fordert deutliche Distanzierung der Arbeitsagentur von den Plänen Hartz’
Saarbrücken, den 12.12.2008. “Saarbrücker und Saarländer sind keine Versuchskaninchen, an denen die von vornherein zum Scheitern verurteilten Vorstellungen eines reichen Managers wie Peter Hartz getestet werden können”, davon ist Natascha Bingenheimer, Sprecherin von Saarbrücken macht mobil, fest überzeugt. Und weiter: “Arbeitssuchende, egal ob ALG I oder ALG II, sind in erster Linie Opfer, nicht Täter. Das muss klar gesagt werden.
Und genau dies verkennt das neue Modell von Peter Hartz. Peter Hartz, der mit seinem Namen fuer eine Reform steht, die weit ueber 1 Million Menschen unter das Existenzminimum getrieben hat, agiert völlig unverständlich. Mehr als 400.000 Betroffene sind inzwischen in Deutschland in Ein-Euro-Jobs, Maßnahmen (Trainingsmaßnahmen, Bewerbungstrainings usw.) abgeschoben worden, das heißt, sie werden von der Statistik gar nicht mehr erfasst. Die statistisch maßlos geschönten Arbeitslosenzahlen werden nun als Druckmittel für die Restarbeitslosen benutzt.
Ihnen soll mit psychologischen Gruppentrainings, Gesundheitsprogrammen und Gesprächsrunden auf die Beine geholfen werden. Dabei wird schon unterstellt, dass die Betroffenen arbeitsfaul, psychisch gefährdet und suchkrank sind. Das ist maßlos zynisch.
Saarbrücken und das Saarland ist kein Ort, an dem ein neues Merchandising-Produkt von Peter Hartz getestet werden kann. Die Situation der Arbeitssuchenden ist nicht psychologisch bedingt, sondern durch die Lage am Arbeitsmarkt verursacht: fehlende Jobs, unterbezahlte Jobs, menschenunwürdige Jobs.”
Henry Schmidt, ebenfalls Sprecher bei Saarbrücken macht mobil!, erklärt: :“SHS Foundation heißt das von Peter Hartz ins Leben gerufene Projekt – Saarländer helfen “Saarländern. Auf der Webseite steht: Das Projekt soll dazu dienen, eine möglichst große Zahl von Langzeitarbeitslosen zu ermuntern und zu befähigen, ihr Leben als arbeitsfähige und leistungsbereite Mitbürger wieder aktiv und mit berechtigten Hoffnungen in die Hand zu nehmen, beginnend in ihrem unmittelbaren Lebensbereich, und wieder den Weg zurück in eine dauerhafte Erwerbstätigkeit zu finden. Eine allgemeinwirtschaftliche Situation, die sich inzwischen durch die Wirtschaftskrise noch weiter verschärft, wird so systematisch privatisiert und psychologisiert.
Und dies ausgerechnet von dem eigentlichen Erfinder einer Reform, der die finanzielle Situation so vieler auf ALGII angewiesenen Menschen erst herbei geführt hat. Nun versucht er, seine missglückte Reform durch eine neue Reform zu korrigieren.”
‚Saarbrücken macht mobil!’ fordert die Agentur für Arbeit auf, sich unmissverständlich von neuen Experimenten zu distanzieren. ‚Saarbrücken macht mobil!’ fordert menschenwürdige, existenzsichernde Arbeitsplätze und Fortbildungsmaßnahmen, die den Betroffenen wirklich etwas bringen.
Henry Schmidt (Sprecher)
Mail: henrschmi@web.de
Telefon : 0152/07419760
Natascha Bingenheimer (Sprecherin)
Mail: bingenheimer@web.de
Telefon : 0174/4952610 (ab 19 Uhr)
am 03.06.2009 um 08:08 Uhr
Herr Hartz sollte noch einmal die Grundschule besuchen. Mich erstaunt wirklich was sich in diesem Land Topmanager nennen darf. Wenn er nach der Grundschule und etwas dazu gelernt hat, mal von 8 000 000 Menschen 500 000 offene Stellen abzieht, dann wird er feststellen das 7 500 000 Arbeitslose mit seinen erneuten Versuch niemals einen Job bekommen würden. Also so lange die Jobs fehlen kann Herr Hartz solange rum Hartzen wie er will. Ich denke er sollte sich zurückhalten und in den Ruhestand gehen. Herr Hartz hat mit dem nichts nützigen Hartz IV genug unheil über das Volk gebracht. Oder will er nun andere Lustreisen machen zum Beispiel wie knechte ich einen Arbeitslosen???
am 05.06.2009 um 12:33 Uhr
Ja, wir sind das Volk, vergeßt das nicht und es wird größer, das Volk, das sich als solches fühlt.
Morgen ist jeder älter und alles ist relativ.
Ich denke hier treiben wir einen mit seinen abgeschmackten Ideen vor uns her, der es verdient, das man seinen Namen vergißt und nicht dauernd gebraucht und ihm damit noch ein Denkmal setzt, wie Riester (Gewerkschafter und Minister) und Rürup (Wirtschaftsweiser und Renten-Experte)
Warum lassen wir uns das antun ?
Jeder versucht doch Leute, mit denen er schlechte Erfahrungen gemacht hat, aus seinem Gedächtnis zu streichen. Vielleicht sollten wir das mit dem kollektiven betroffenen Gedächtnis ebenso tun.
Wir brauchen keine Lustreisen und keinen Hartz – dem Volk steht Teilhabe an der Gesellschaft zu – wir müssen
sie uns nehmen.
Es ist auch ein hervorragendes Ablenkungsmanöver von den aktuellen Fragen.
Lassen wir uns nicht auf einen Nebenschauplatz abdrängen – stellen wir gemeinsam die Fragen, immer wieder, bis wir Antworten haben.
Warum sollen das nur hilferufende mißwirtschaftende Manager können ?
Gemeinsamkeit macht stark und verschafft Aufmerksamkeit und Gehör. Solidarität ist leider kein Begriff in unserer Zeit, aber er ist mal wieder nötig und sollte eigentlich nie aufhören, unsere Wahrnehmung zu bestimmen.
Wir sind stark und viele. Es ist kein Grund sich dafür zu schämen.
Betrüger sind Abgeordnete, die nicht für ihre Wähler arbeiten und ihre Wahlversprechen konkret abrechnen, jedes Jahr.
Sie reden oft viel und es ist nichts dahinter. Fragt nach, lasst euch nicht abspeisen mit billigen Slogans, die die Wiederwahl sichern sollen.
Das meine ich und wer noch ?
am 06.06.2009 um 16:59 Uhr
Wir brauchen keinen Motivationstrainer für Langzeitarbeitslose, wir sind motiviert genug. Schafft Arbeitsplätze die reelll bezahlt werden! Lasst die Arbeitslosen Umschulungen machen so dass sie sich nicht überflüssig fühlen und den Mut verlieren! Einen Peter Hartz mit gelben Heftchen brauchen und wollen wir nicht.
Die Situation der Arbeitssuchenden ist nicht psychologisch bedingt, sondern durch die Lage am Arbeitsmarkt verursacht: fehlende Jobs, unterbezahlte Jobs, menschenunwürdige Jobs.”
Aber auch durch Verläumdung und Hetzkampagnen von Seiten der Politiker.
Wenn wir dann einen Job gefunden haben, dann auch noch durch Mobbing. Einen Hartz IV Empfänger will doch kaum jemand haben. Zu schlecht ist der Ruf.
Warum haben denn Alle Angst arbeitslos zu werden?
Sicher nicht weil es so schön ist ausgegrenzt zu sein.
Mit psychologischen Gruppentrainings, Gesundheitsprogrammen und Gesprächsrunden kann ja gern Herrn Hartz auf die Beine geholfen werden denn der hat es am nötigsten.
am 13.08.2009 um 17:51 Uhr
Eien Herrn Hartz auch nur Andachtsweise als CSU Mitglied und Motivationstrainer Vorzuschlagen könnte die CSU sehr , sehr viele Stimmen kosten , welcher “POLITMANGER” sich das Ausgedacht hat , der muß von der Konkurenz sein !