Nachricht zum Thema Arbeitslosengeld vom 02.11.2009 um 16:03 Uhr

Keine Massenentlassungen im Winter?

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat sich in einem Interview mit der größten deutschen Boulevardzeitung durchaus optimistisch zu den kommenden Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt geäußert.

„Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist deutlich besser als erwartet“, sagte Walter. So zeige die Beschäftigungsentwicklung der letzten drei Monate, dass sich die Finanzkrise entgegen mancher Erwartung nicht so massiv ausgewirkt hat.

Besondere Anspannung herrsche dem Experten zufolge nach wie vor in den Industriesektoren Auto, Zulieferer sowie Teilen des Maschinenbaus. Die Unternehmen würden derzeit jedoch alles tun, um Fachkräfte zu halten.

„Man kann am Arbeitsmarkt sicher nicht von Entwarnung sprechen, ich rechne aber nicht mit Massenentlassungen in den Wintermonaten“, erklärte Norbert Walter. Nach Ansicht des Chefvolkswirts sei die Prognose von durchschnittlich 4,5 Millionen Arbeitslosen für das Jahr 2010 zu pessimistisch. „Es werden mindestens 200.000 bis 300.000
weniger sein“, ist er überzeugt.

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bisher 3 Kommentare zu dieser Nachricht
  1. Flynn  (Website)  am 2. November 2009 um 21:35 Uhr

    Was soll man schon von so einer Aussage halten, wenn man sich anschaut, woher dieser Chefvolkswirt stammt … ich sage nur Banken! Diese Typen sind bzw. waren nicht in der Lage, ihre Finanzen in den Griff zu bekommen und stürzten die Menschheit in eine Wirtschaftskrise, die ihres gleichen sucht.

    Und jetzt bilden die sich ein, sich einmischen zu müssen, wenn es um die Arbeitsmarktpolitik geht. Die sollen sich lieber mal um ihre eigene Probleme kümmern!
    Aber davon mal ab, da werden schon wieder Zahlen durch den Raum geschmissen, dass es die reinste Wonne ist. Ich zitiere „… durchschnittlich 4,5 Millionen Arbeitslosen für das Jahr 2010 zu pessimistisch. Es werden mindestens 200.000 bis 300.000 weniger sein”, Zitat Ende.

    Unglaublich! Als ob das keinen Unterschied mehr macht, ob im Durchschnitt 100.000 Menschen mehr oder weniger in Arbeit und Brot stehen. Aber wenn am Monatsende/Monatsanfang die aktuellen Arbeitslosenzahlen bekannt gegeben werden, freuen sich die Politiker und BA-Verantworlichen wie ein Honigkuchenpferd darüber, dass im Vergleichsvormonat die Arbeitslosenzahlen um vielleicht (Achtung Ironie) lächerliche 8.000 bis 10.000 gesunken sind (Ironie Ende). Da zeigt man plötzlich wieder Interesse an jedem Arbeitslosen, der weniger in der Statistik aufgeführt wird.

    Dazu fällt mir der Spruch ein: „Ich glaube/traue nur solchen Bilanzen/Statistiken, die ich selber gefälscht habe“.

    TOLL!

  2. Ossi am 3. November 2009 um 19:34 Uhr

    flynn: ich weiß nicht was du hast,die banken sind korrekt und würden nieniemals irgendetwas tun, was der bevölkerung schaden zufügt…der sozialstaat macht die unterschicht. die arbeitslosen sind schuld daran das der staat pleite ist, weil die lieber den arbeitsmarkt verlassen um in den genuss von sozialstaalichkeit zu kommen ;)

    aber deutsche bank sagt doch alles.
    die angie (selbsternannte kanzlerin aller deutschen) geniert sich nicht mal zu sagen, dass sie für eine gesellschaft von wirtschaftsvorständen ( ackermanns geburtstag) ein festliches büfett (arbeitsessen) ausrichten lassen würde.

    mir persönlich würde es besser gefallen, hätte sie es auch selber bezahlt.

    aber zu den massenentlassungen möchte ich mal sagen, dass ich es mir nicht vorstellen kann, weil mindestens jedentag ein artikel zu lesen ist, wo es heißt das konkurs angemeldet wurde oder entlassungen stattfinden.
    aber vielleicht kann man sich die welt ja auch schön reden,zudem ja noch die kurzarbeit vielen betrieben zu finden ist?

  3. adele am 17. November 2009 um 16:44 Uhr


    der Chefvolkswirt Herr Norbert Walter sollte weniger seinen Kaffeesatzlesern im Institut vertrauen, sondern etwas aufmerksamer die Verhandlungen zwischen GM und Opel beobachten. Der neue GM-Chef hat unmissverständlich angekündigt, dass er alle Opelstandorte in Deutschland einer Inventur unterziehen werde, daraus ist zu schließen,: er wird Stellenabbau in ungenanntem Ausmaß betreiben.

    Das Ergebnis sind nicht weniger Arbeitslose, wie der „Supervolkswirt Herr Walter glaubhaft machen will“,…
    sonder um ein vielfaches mehr !!

    Er kann gerne die Hälfte seiner überbezahlten Vorstände der Deutschen Bank entlassen, und dann vor die Belegschaft treten mit der Aussage: wir konnten unseren Gewinn um XX% steigern und dabei haben wir nur eine geringe Stellenreduzierung vornehmen müssen.

    Wenn er als „Chefvolkswirt“ dies in die Praxis umsetzt und nicht nur popülistisch daher redet, dann werden Millionenbeträge für die Erhaltung von Arbeitsplätzen bei Opel und anderen Unternehmen freigeschaufelt. Und es wird wieder produzeirt und dadurch auch konsumiert.

    Aber auf so eine Idee muss man als „Supervolkswirt “ erst einmal kommen. Er ist eine Schande, wenn ein Normalbürger mehr Weitsicht beweist, als so ein Schlauli !!

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