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Zwangsumzüge aufgrund von Hartz IV in Berlin sehr selten

Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II 06.03.2008 um 04:01 Uhr
Autor: ds

In Berlin hat es im letzten Jahr ganze 680 Zwangsumzüge für Hartz IV- Empfänger wegen zu hohen Mieten gegeben. Obwohl mit 11.400 Haushalten, bei denen die Mietkosten höher waren als der gewährte Höchstsatz, die Zahl wesentlich höher lag, wurde überraschend wenig Zwangsumzüge angeordnet. Das liegt größtenteils darin begründet, dass man sich in vielen Fällen mit den jeweiligen Vermietern einigen und Mietsenkungen vereinbaren konnte.

Grund für die steigt steigenden Mieten sind vor allem die Energiekosten, die als Nebenkosten Teil der erstatteten Miete sind. Ein Ein-Personen Haushalt hat nach dem SGB II Anspruch auf höchstens 360 Euro monatlichen Mietzuschuss, der durch die rapiden Steigerungen der Strom- und Heizkosten in den letzten Jahren sehr leicht überschritten wird. Da weitere Preissteigerungen anstehen, könnte es in Zukunft in Berlin zu größeren Problemen kommen.

Dieser Meinung ist auch Ramona Pop, Arbeitsmarktexpertin und Abgeordnete der Grünen in Berlin. Ihrer Ansicht nach sollen die städtischen Wohnungen all entsprechend saniert werden, um die Energie effizienter zu nutzen und damit die Kosten wieder zu senken. Nur so könne man ein großflächiges Überschreiten der Höchstzuschussgrenzen vieler Hartz IV- Empfänger verhindern. Das Problem im privaten Bereich sei zudem, dass Vermieter kein großes Interesse an Sanierungen hätten, da die Kosten für Energie ja immer komplett auf den Mieter umgewälzt werden könnten.


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2 Kommentare zu 'Zwangsumzüge aufgrund von Hartz IV in Berlin sehr selten'

Kommentare als RSS oder TrackBack von 'Zwangsumzüge aufgrund von Hartz IV in Berlin sehr selten'.

  1. Hartzgeschaedigter58

    am 07.03.2008 um 14:44 Uhr

    Nur selten Zwangsumzüge?

    Da soll wohl ein Witz sein.

    Rechnen Sie mal die 680 Zwangsumzüge auf die gesamten Kommunen in der Bundesrepublik um.

    Da kommen 100 000e dabei heraus.

    Und jetzt noch die erpressten “freiwilligen” Umzüge oder hingenommene Mietkürzungen dazugezählt:

    Ich könnte mir vorstellen, dass dabei Millionen Hartzempfänger betroffen sind.

    Es ist der absolute Skandal, der nur deswegen nicht in die Öffentlichkeit kommt, weil es die Medien nicht so wollen.
    Würde es sich um andere Minderheiten als die Langzeitarbeitslosen handeln, ginge ein erneuter Aufschrei durch die Republik, mit Sturz der Regierung oder zumindest massenhaften Rücktritten von Politikern!

  2. PerfectLight

    am 20.03.2008 um 12:58 Uhr

    Ein ALGII-Empfänger darf ein Auto für ca.7500 Euro
    und Immobilien im Wert von mehreren Hunderttausende Euro besetzen,aber wenn er kein Auto und keine Immobilien besetzt nur den Grundfreibetrag in Höhe von 150 Euro je vollendetem Lebensjahr .
    Soziale Ungerechtigkeit, Immobilienmarkt/ Spekulationsobjekte Unterstützung.Geld verschenken. Überreden zum Immobilienkauf,Führen in Sackgasse

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