Kurzarbeitergeld bis 2012 verlängert
Mit den Stimmen der schwarz-gelben Koalition wurden im Bundestag die Sonderregelungen für das Kurzarbeitergeld bis Ende März 2012 verlängert. An sich war geplant, diese zum Jahresende 2010 auslaufen zu lassen. Der Bundesagentur für Arbeit (BA) entstehen wahrscheinlich Zusatzkosten in Höhe von 800 Millionen Euro.
Nach Worten des CDU-Arbeitsstaatssekretärs Ralf Brauksiepe sei die Krise eben noch nicht überwunden. “Der Anstieg der Arbeitslosigkeit äre ohne Kurzarbeitergeld womöglich doppelt so hoch ausgefallen”, fügte der CDU-Politiker hinzu.
Die Bundesagentur rechnet im laufenden jahr 2010 mit einer Zahl von etwa 650.000 Kurzarbeitern, welche dem Staat rund 4,4 Milliarden Euro kosten würden.
- Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängert
- Kurzarbeit soll bis Mitte 2012 verlängert werden
- Betrug bei Kurzarbeitergeld durch rund 100 Firmen?
- Arbeitsminister will Kurzarbeit verlängern
am 09.07.2010 um 15:28 Uhr
Komisch die Wirtschaft Boomt,der Aufschwung ist wieder da und laut BA weniger Arbeitslose wieso dann noch Kurzarbeit ?
am 09.07.2010 um 17:27 Uhr
Weil es nicht überall gleich und gleichzeitig boomt – wie kann man nur so blöde Fragen stellen?
am 09.07.2010 um 20:23 Uhr
Das nennt man “Kölsche Klüngel” Die BA lässt doch ihre Schmierfirmen nicht im Stich.
Wär ja noch schöner- eine Hand wäscht die andere-oder “gibst du mir- dann nehm ich Dir ein paar Arbeitslose ab- oder eben schmeisse den Rest nicht raus”
Kurzarbeit ist immer nur für die Firma gut- niemals für den Arbeiter.
Diese Regierung schiebt- das sich die Balken biegen- und die BA zähle ich dazu.
Widerlicher Verein- sonst nix
am 09.07.2010 um 21:20 Uhr
Unglaublich dieser Wahnsinn und dann gleich für zwei weitere Jahre, ein Freudenfest für jedes Unternehmen. Zum einen heißt es immer, dass der Markt sich selbst regelt und jetzt werden aus meiner Sicht, durch solche Subventionen, zum Teil völlig marode Unternehmen über Wasser gehalten. Stellt sich mir die Frage, was denn nun richtig ist? Niedriglöhne, Hungerlöhne, Ein-Euro-Jobs und den Bossen wird das Geld in den A…. geschoben. Früher oder später gehen dann solche Unternehmen so oder so den Bach runter und wer hat die Zeche gezahlt … klar wir natürlich wieder!!!
Aber Hauptsache man hält an den Kürzungen bzw. Streichungen bei den Hartz IV Empfängern aufrecht.
TOLL!
PS: Bin wieder da, wie man sehen bzw. lesen kann. Internet läuft jetzt wieder wie geschmiert!
am 11.07.2010 um 10:13 Uhr
@ Flynn
es ist doch vorprogrammiert.- auch in andern Ländern- mit der EU- als Schutzmantel kann man die Dinge viel besser unter einen Hut bekommen- als wenn ein Land selbst die Verantwortung übernimmt. Geh einfach zurück in die Geschichte- und Du weisst warum.
Was meinst Du warum Deutschland in die EU ist-? Wir hätten die nicht gebraucht um Geschäfte zu machen, als Staatenbund hätten wir sie auch nicht gebraucht ( Krieg hätten wir nicht anfangen dürfen- und wenn uns einer bedroht hätte, wären die Allierten da gewesen )
Die ELITE will unter sich sein- und nur so weit versorgt sein- wie sie nicht belästigt wird !!!
Dafür braucht man ein paar “wenige” Sklaven für die nötige Arbeit und Drecksarbeit. Sonst nix.
Der Rest ist schweigen.
Ich ermahne an die Zeit 1933-1945.
am 12.07.2010 um 14:51 Uhr
Wirtschaftsexperten fordern höhere Löhne
Die Arbeitnehmer sollten endlich angemessen am steigenden Wohlstand beteiligt werden. Das fordern Wirtschaftsexperten. Höhere Löhne könnten die Konjunktur weiter ankurbeln.
Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger fordert Lohnsteigerungen, um die Konjunktur ohne staatliche Hilfe zu unterstützen. „Wenn die europäische Wirtschaft auch ohne staatliche Hilfen wieder in Schwung kommen soll, müssen die Löhne in Deutschland wieder so steigen, dass die Arbeitnehmer angemessen am steigenden Wohlstand beteiligt werden“, sagte er der „Bild“-Zeitung. Seine Forderung begründete er damit, der private Verbrauch sei preisbereinigt in Deutschland heute kaum höher als vor zehn Jahren.
Vor dem Hintergrund, dass die deutschen Exporte in diesem Jahr um 15 Prozent steigen würden, der private Konsum jedoch um 0,5 Prozent zurück gehe, plädierte der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel von der Universität Bremen ebenfalls für steigende Löhne. „Erforderlich ist ein Schluck aus der Lohnpulle. Die Löhne müssen in allen Branchen um mindestens drei Prozent steigen“, wurde Hickel von der Zeitung zitiert
http://www.derwesten.de/nachrichten/wirtschaft-und-finanzen/Wirtschaftsexperten-fordern-hoehere-Loehne-id3224366.html
am 13.07.2010 um 17:48 Uhr
Studie: Leiharbeit nutzt den Unternehmen, nicht den Beschäftigten
eih- und Zeitarbeit verhilft nur in Ausnahmefällen zu einer regulären Beschäftigung. Dies zeigt eine Ende Juni 2010 in Berlin vorgestellte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Nur jeder 20. Leiharbeiter findet demnach über Leih- und Zeitarbeit eine dauerhafte Stelle, wenn er vorher arbeitslos war.
Wenn jemand vor einer Tätigkeit als Leiharbeiter zumindest teilweise berufstätig war, erhöht sich seine Chance auf eine reguläre Beschäftigung auf neun Prozent, so das IAB der Bundesagentur für Arbeit (BA). Das heißt, durchschnittlich haben nur sieben Prozent der vorher Arbeitslosen durch die Leiharbeit wieder eine feste Beschäftigung gefunden.
Diese Zahlen widerlegen die Propaganda, dass zeitlich befristete Arbeit über Leiharbeit den vorher Arbeitslosen den Weg in eine feste Beschäftigung bahnen würde.
So begründete die damalige rot-grüne Regierung von Gerhard Schröder und Joschka Fischer die Aufhebung der zeitlichen Beschränkungen und anderer Einschränkungen für den Einsatz von Leih- und Zeitarbeitern noch vor der Durchsetzung der Hartz IV-Gesetze im Jahr 2004.
Mit der Einführung von Hartz IV – und der damit verbundenen Drohung, innerhalb eines Jahres in tiefe Armut zu stürzen – hat der Zuwachs von unsicheren und schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen einen enormen Schub bekommen.
http://www.wsws.org/de/2010/jul2010/leih-j13.shtml
am 13.07.2010 um 22:28 Uhr
wieder ein schritt nach hinten für Arbeitnehmer – aber ein guter schnitt für Arbeitgeber!
Den Herrn Hundt und seine Kumpane wird es freuen wieder mal Subventionen vom Staat zu bekommen.
am 13.07.2010 um 22:41 Uhr
7.Julchen
in der riesigen Unternehmung, wo ich jetzt arbeite, sind nur Ingeneuere und Schichtleiter festeingestellt- allen anderen arbeiten da schon lange bis zu 10 Jahren, aber als Zeitarbeiter…
Diese Möglichkeit haben die deutschen Politiker den Unternehmungen in den … geschoben, wo sie eigentlich zugunsten des Bolkes dienen müssen.
am 14.07.2010 um 03:00 Uhr
Man traut dieser Wirtschaftslage nicht mehr, da man schon so oft mit lautem Knall auf die Nase gefallen ist und die laufenden und blamablen Reförmchen ausgereizt sind, um nicht lächerlich zu erscheinen. Diese Kaosregierung kann auch nach den bisherigen Eskapaden, keine weiteren Arbeitslosen verkraften. Nach der alten Augenwischereitaktik wird eine weitere Arbeitlosenschwemme bis 2012 vor sich hergeschoben. Der große Knall ist dann jeden Tag zu erwarten, oder es wird hinaus gezogen bis nach den nächsten Wahlen, wo man darum betet die Regierungverantwortung abgeben zu können und sich von den Leichen im Keller dann verabschiedet.
am 14.07.2010 um 09:43 Uhr
Mit der erneuten Verlängerung des “Kurzarbeitergelds” signalisiert uns die Regierung lediglich, daß sie keine Erhöhung der Arbeitslosenzahlen wünscht. Deshalb wird die Kreativität, mit der die Arbeitslosenzahlen gedrückt werden immer größer.
Als Mitbürger, der schon über 10 Jahre in der Sozial- und Pflegeberatung ehrenamtlich tätig ist, könnte ich aus der Amtspraxis ganze Dokumentationen über solche Praktiken schreiben.
am 14.07.2010 um 12:22 Uhr
Das erinnert mich daran, daß auf der Titanic kurz vor dem Sinken auch noch so getan wurde, als sei alles in bester Ordnung. ;-)
am 15.07.2010 um 20:43 Uhr
@Sieglinde
Das Wasser steht diesem Pleitestaat doch schon seit Monaten Oberkante Unterlippe. Aber aus der Unterschicht ist eben nicht mehr rauszuhohlen ohne Gefahr zu laufen, sich einen blutigen Kopf zu holen. Die von der FDP gemachten Steuergeschenke waren der Anfang vom baldigen ENDE.