Nachrichten aus März 2021

Erste Schritte bei Arbeitslosigkeit

Die derzeitige Pandemie sorgt im Hinblick auf Arbeitsplätze und Unternehmen per se für große Diskussion. Viele Angestellte befinden sich schon seit längerer Zeit in Kurzarbeit und müssen dementsprechend auch um ihre Zukunft im Unternehmen bangen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass viele Unternehmen derzeit in die Pleite getrieben werden oder schlichtweg im Kampf um die Kunden nicht mehr konkurrenzfähig sind. Die Angst vor Entlassungen und Hartz 4 ist dabei branchenübergreifend. Diese Verunsicherung gepaart mit einer bevorstehenden Arbeitslosigkeit kann bei Menschen zu großen Existenzängsten führen. Fortan gilt es aber dennoch einen kühlen Kopf zu bewahren, denn jede Krise kann auch Chance auf etwas Besseres, oder Neues sein.

Effektiv die ersten Schritte in der Arbeitslosigkeit einleiten

Wenn man in der aktuell, wirtschaftlich kritischen Phase seinen Arbeitsplatz verliert, sollte man in Ruhe klug und vorausschauend agieren. Vorerst sollte geklärt werden, ob Anspruch auf Arbeitslosengeld bestünde. Hier sagt das Arbeitsamt, dass jeder Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, der binnen der letzte zwei Jahre mindestens 12 Monate in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat. Sofern dies auf einen zutrifft, kann man Arbeitslosengeld beantragen. In dem Fall wäre es sogar egal, ob dies am Stück oder mit Unterbrechungen gehandhabt worden ist. Im Speziellen dürfen sogar die Zeiten der Kurzarbeit angerechnet werden. Auch das Anrechnen von Mutterzeit, Freiwilligendienst und Krankengeldbezug ist möglich.

Wann muss man sich arbeitslos melden?

Der erste Schritt zum Arbeitslosengeld ist die Meldung bei der Agentur für Arbeit. Schon im Vorfeld kann man sein Arbeitslosengeld berechnen, um einen ersten Eindruck zu bekommen, ob das Geld fortan zum bestreiten des Lebens weiterhin ausreichend ist. Im schlimmsten Fall müssen Nebentätigkeiten in Erwägung gezogen werden. Ein 450 Euro Job muss jedoch bei der Agentur für Arbeit gemeldet werden. Das Arbeitslosengeld ist erst nach Erhalt der Kündigung bezugsfähig, jedoch können schon im Vorfeld Beratungsgespräche gesucht werden. So bietet die Agentur für Arbeit schon vor Beendigung des Angestelltenverhältnisses ein Gespräch zur Orientierung an. In diesem Gesprächen sollten alle Fragen geklärt und notwendige Schritte eingeleitet werden.  

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Verwirrung um Hartz 4 Mehrbedarf

Die Verwirrung um den Hartz 4 Mehrbedarf für den wichtigen Mund-Nase-Schutz in Zeiten von Corona könnte nicht perfekter sein. Erst ein paar Wochen nachdem das Sozialgericht Karlsruhe den geforderten Mehrbedarf in Höhe von 129 Euro billigte, entschied sich das Sozialgericht Dresden nun plötzlich dagegen. Doch was für Auswirkungen hat die Entscheidung auf den allgemeinen Hartz 4 Regelsatz?

Das Theater um den Mehrbedarf für Masken bei Hartz 4

Die Entscheidung seitens des Sozialgerichts Karlsruhe verbreitete sich rasant als dieses den Eilantrag eines Hartz 4 Empfängers am 12.Februar 2021 stattgegeben hatte. Somit werden fortan die Mehrausgaben für die Beschaffung von Mund-Nase-Schutz im Hartz 4 übernommen. Dieser Mehrbedarf umfasste laut Beschluss 129 Euro. Der Antragsteller wurde bereits zuvor vom Jobcenter abgewiesen mit seiner Bitte auf Mehrbedarf, so dass dieser kurzerhand vor Gericht zog und dies per Eilantrag durchboxte. Das Sozialgericht Karlsruhe teilte nach Beschluss mit, dass dies einzelfallabhängig ist. Die Hartz 4 News überschlagen sich nun mit dem Beschluss des SG Dresden, denn dieses dämpfte nun die Vorfreude vieler Hartz 4 Empfänger, da man hierzu festlegte, dass ein Mehrbedarf für FFP2-Masken nicht gewährleistet werden kann. Für Menschen, die auf Hartz 4 und Sozialleistungen angewiesen sind natürlich ein Schlag ins Gesicht, da dies weiterhin große Unsicherheit bedeutet.

Mehrbedarf bei Hartz 4 bei FFP2-Masken nicht schlüssig

Das derzeitige Urteil seitens des Sozialgerichts Dresden bezieht sich auf den Antrag eines Hartz 4 Empfängers, der die Kostenübernahme von 12 FFP2-Masken im Monat forderte. Das SG Dresden lehnte den Antrag jedoch ab mit der Begründung, dass der Antragsteller nicht glaubhaft machen konnte, dass ein sogenannter unabweisbarer, besonderer Bedarf bestünde. Eine Eildürftigkeit sei somit nicht gegeben. Der Mehrbedarf Jobcenter Anteil sei somit nicht zwingend notwendig, so das Sozialgericht.

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Hartz 4 macht psychisch krank

Schockierende Studien wurden jüngst seitens der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung veröffentlicht. Hierbei kristallisiert sich heraus, dass bis zu 40 Prozent aller Hartz 4 Empfänger und psychischen Erkrankungen leiden. Ist Hartz 4 ein Katalysator für Depressionen? Dies könnte man zunächst annehmen, wenn man sich die Studien ein wenig genauer anschaut. Zumindest scheint Hartz 4 ein höheres Risiko psychisch zu erkranken mit sich zu bringen.

Hartz 4 Grund für Depressionen?

Laut dem IAB sind rund 40 Prozent der Menschen, die Hartz 4 oder Sozialleistungen beziehen, psychisch erkrankt. Dabei soll der Großteil sogar an Formen von Depressionen leiden. In den Studien wird ebenso deutlich, dass derartige Diagnosen bei Empfängern von Hartz 4 deutlich häufiger als bei Menschen in Angestelltenverhältnissen vorkommen. Man könnten demnach schlussfolgern, dass Hartz 4 für die menschliche Psyche nicht gesund ist. Ein Teufelskreis, wenn man bedenkt, dass die Gefährdeten es somit kaum bis gar nicht mehr schaffen sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Grund dafür ist auch, dass bei den Arbeitgebern kaum die Geduld vorherrscht einen psychisch kranken Menschen zu beschäftigen.

Arbeitslosigkeit und Hartz 4 ungesund für die Psyche

Hartz 4, Perspektivlosigkeit und das Leben von der Hand in den Mund sind meist Faktoren, warum sich nach und nach depressive Tendenzen entwickeln können. So entwickeln gesunde Menschen meist binnen kürzester Zeit bestimmte mentale Krankheitsbilder. Vor allem die eng bemessenden Hartz 4 Sätze sorgen für chronische finanzielle Schwierigkeiten. Ebenso steht Hartz 4 in der heutigen Gesellschaft für einen potentiellen Statusverlust, womit man als gesunder Mensch erst einmal umgehen muss. Minderwertigkeitskomplexe und psychosoziale Belastungen können sich somit langsam und meist auch unbewusst entwickeln. Eine geringfügige Beschäftigung könnte hierbei schon ein wenig Abhilfe schaffen, da man hierbei der sozialen Isolation entfliehen kann und sich zudem als Teil der Arbeitswelt sehen kann. Auch der Verlust fester Zeitstrukturen, die für einen gesunden Menschen immens wichtig sind, kann somit vorgebeugt werden.

Depressionen bei Hartz 4 durch die Pandemie befeuert

Seitens der Krankenkassen wird deutlich, dass Depressionen im Allgemeinen in Zeiten der Pandemie im Aufwärtstrend sind. Gerade Depressionen sind in Deutschland ein ernstzunehmendes Thema. Dass im Corona-Jahr immer mehr den Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend machen müssen ist indes schon besorgniserregend genug und lässt für die Zukunft nichts Gutes erahnen. Der Fakt, dass Hartz 4 eng mit psychischen Erkrankungen einhergehen ist zudem nicht erst seit diesem Jahr klar. Getan wurde dagegen bis dato leider nichts. Dabei ist der Trend seit mehreren Jahren schon konstant am Steigen. Viele Organisationen appellieren seit jeher, dass gerade Angestellte im Jobcenter psychische Erkrankungen ihrer Klienten frühzeitig erkennen und bestimmte Programme zur Hilfe anbieten müssen.

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